CAR-T-Zelltherapie

Personalisierte Krebsimmuntherapie und genetische Tests

Die CAR-T (Chimärer Antigenrezeptor-T-Zell)-Therapie ist eine Immuntherapiemethode, bei der die eigenen T-Lymphozyten des Patienten gentechnisch so umprogrammiert werden, dass sie Krebszellen erkennen und zerstören. Die genetisch veränderten T-Zellen tragen einen Rezeptor, der auf bestimmte Antigene (wie CD19, BCMA) auf der Oberfläche der Krebszellen abzielt.

Diese personalisierte Therapie liefert bahnbrechende Ergebnisse insbesondere bei hämatologischen Krebserkrankungen, die gegen Standardtherapien resistent sind oder wiederkehren. Genetische und molekulare Tests spielen bei der Therapieplanung und der Bewertung der Wirksamkeit eine entscheidende Rolle.

Mit CAR-T behandelte Erkrankungen

Akute lymphoblastische B-Zell-Leukämie (B-ALL)
Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL)
Multiples Myelom
Mantelzell-Lymphom
Follikuläres Lymphom
Primäres mediastinales B-Zell-Lymphom
Hochgradiges B-Zell-Lymphom
Andere B-Zell-Malignome

Zielantigene

CAR-T-Zellen zielen auf spezifische Antigene auf der Oberfläche der Krebszellen ab. Die häufigsten Ziele sind:

  • CD19: Wird bei B-Zell-Leukämien und -Lymphomen exprimiert (B-ALL, DLBCL, follikuläres Lymphom, Mantelzell-Lymphom).
  • CD22: Ein weiteres Zielantigen, das bei B-Zell-Leukämien und -Lymphomen exprimiert wird.
  • BCMA (B-Zell-Reifungsantigen): Wird beim Multiplen Myelom exprimiert.

Genetische und molekulare Tests im CAR-T-Prozess

Vor, während und nach der Therapie bestimmen genetische Tests die Eignung des Patienten und das Ansprechen auf die Therapie:

  • Zielantigen-Expressionsanalyse: Bestätigung der CD19- oder BCMA-Expression mittels Durchflusszytometrie.
  • Zytogenetische und molekulare Profilierung: Bestimmung des genetischen Subtyps der Erkrankung (z. B. Philadelphia-Chromosom bei B-ALL, Hochrisiko-Zytogenetik beim Multiplen Myelom).
  • Bewertung der minimalen Resterkrankung (MRD): Messung der Krankheitslast vor und nach der Therapie.
  • HLA- und Kompatibilitätsbewertung: Zur Planung des Therapieprozesses.

Therapieprozess

  1. Leukapherese: Sammlung der T-Zellen aus dem Blut des Patienten.
  2. Genetische Modifikation: Übertragung des Gens, das den CAR-Rezeptor in die T-Zellen kodiert.
  3. Vermehrung: Vermehrung der modifizierten T-Zellen im Labor.
  4. Infusion: Rückgabe der CAR-T-Zellen an den Patienten.

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