Pharmakogenetik

Personalisierte Arzneimitteltherapie auf Basis Ihrer genetischen Merkmale

Die Pharmakogenetik ist eine Wissenschaft, die die Wechselwirkungen zwischen den genetischen Merkmalen einer Person und den Arzneimitteln untersucht.

Genetische Unterschiede in den Strukturen, die am Metabolismus und der Ausscheidung von Arzneimitteln beteiligt sind, beeinflussen deren Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Daher können durch pharmakogenetische Tests vor der Therapie Dosisanpassungen vorgenommen und Situationen wie Überempfindlichkeit, Therapieresistenz und ausgeprägte Nebenwirkungen vorhergesagt werden.

Wozu werden pharmakogenetische Tests eingesetzt?

  • Unterscheidung von Patienten, die gut oder schlecht auf ein Arzneimittel ansprechen.
  • Bestimmung der geeigneten Arzneimitteldosis für die geplante Therapie.
  • Vorsorgemaßnahmen bei Patienten, bei denen vorhersehbar ist, dass die Arzneimittelkonzentrationen im Plasma oder Gewebe ein toxisches Niveau erreichen.
  • Minimierung von Arzneimittelanforderungen, die außerhalb der Standardanwendung liegen können, durch Arzneimittel-Gen-Beziehungen.
  • Ergreifung notwendiger Maßnahmen bei Patienten mit familiärer oder persönlicher Vorgeschichte unerwarteter Ergebnisse bei bestimmten Arzneimitteln.
  • Bereitstellung genetischer Informationen, die dem Patienten ein Leben lang als Leitfaden für die Wechselwirkungen zwischen mehreren gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln dienen können.

In den letzten Jahren wurden neue Arzneimittel für die Krebsbehandlung entwickelt, die vor allem in der zielgerichteten Therapie eingesetzt werden. Pharmakogenetische Tests spielen eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung, bei welchen Patienten diese Arzneimittel, die erhebliche Vorteile in der Krebsbehandlung bieten, wirksam sind. Genetische Tests vor der Anwendung neuer Arzneimittel, die für die Behandlung von Brust-, Darm-, Lungenkrebs, gastrointestinalen Tumoren und malignem Melanom entwickelt wurden, sind heute Standard.